Guatemala: Antigua, Vulkan Pacaya, Flores – Tikal 17.11.2009

Januar 18, 2010 von sabim

Mehr oder minder erholt kommen wir in Guatemala an. Wir fliegen mit Copa Airlines. Das an sich ist gut. Kurios ist, dass auf der Strecke Panama Guatemala die Businesclass Tickets billiger sind als Economy. Soll uns aber recht sein. Breite Sitze, besseres Essen für weniger zahlen. Nicht so toll ist der Flug. In Panama ist Regenzeit und der Pilot kurvt um diverse riesige Wolkenberge….ab und an holpert es kräftig.

In Guatemala City schnappen wir uns gleich ein Taxi und düsen nach Antigua. Ach ja, ein Taxi (privat!) nach Antigua kostet derzeit 20 – 25 Dollar. Nicht die 35 zahlen die die ersten Kutscher haben wollen.

Antigua ist, wie der name schon sagt, die alte hauptstadt guatemalas. Mit seinen ca 35.000 einwohnern recht überschaubar. Sie liegt im zentralen hochland guatemalas und gehört wegen ihrer barocken kolonialarchitektur seit 1979 zum weltkulturerbe. Im laufe der zeit erschütterten mehrere erdbeben die stadt und 1773 wurde sie sogar ganz zerstört. Deshalb wurde die hauptstadt in das 45 km entfernte guatemala city umgesiedelt. Das letzte schwere erdbeben war 1976.

Die stadt an sich ist sehr hübsch, restauriert und wirkt leider dadurch aber auch etwas künstlich. Und wir wissen: Antigua hat mit dem wahren Guatemala wenig zu tun. Hier gibt es viele hotels, restaurants und geschäfte und vor allem sprachschulen. In der stadt hat man einen tollen blick auf den vulkan agua.

Ein anderer vulkan, der pacaya, ca 1 ½ stunden von antigua entfernt interessiert uns aber mehr.

das besondere: er ist aktiv und spuckt fleissig lava vor sich hin.

DAS wollen wir natürlich sehen. Das gute: dieser trip ist relativ einfach und problemlos. Eine stunde fahrt, 1 ½ stunden aufstieg und gut is`! Hmmmm die perfekte konstellation für sabine :-)

am fusse des vulkanes pacaya werden wir gleich von den kindern der umliegenden dörfern begrüsst. Alle wollen uns einen gehstock verkaufen. Hier sehen wir sogar einige kinder mit heller haut, sommersprossen und hellen haaren! Skuril! Zudem bieten die kinder, die übrigens grossartige reiter sind, taxis in form ihres pferdes an.

Den ganzen weg reiten sie voraus oder hinterher und rufen ständig: tu quieres un taxi? Was soviel heisst wie: möchtest du ein taxi haben?

Die strecke ist aber relativ einfach und so stapfen wir gemütlich voran – immer den spuckenden und rauchenden vulkan vor uns. Yes da wollen wir hin. Das letzte stück müssen wir über erkaltete lavamassen klettern was gar nicht so einfach ist.

Wir sind endlich oben und der wind bläst was das zeug hält. Es ist super – kalt und zugleich aber auch sehr heiß. Heiß, wenn der wind die lavaglut zu uns herüber weht und heiß, wegen der „fussbodenheizung“.

Ein toller anblick – leider sehen wir keine glühende fliessende lava aber die knallrot gluterhitzten lavabrocken die ständig umherfliegen und runterkullern ist auch mächtig toll und beeindruckend. Wow wow und nochmals wow.

Einige leutchen haben marshmellows dabei und hängen diese an einem stock über die glühenden lavabrocken …..

Langsam geht die sonne unter und bei der dämmerung bekommt das ganze schauspiel noch mal eine ganz andere wirkung. Wow. Das leuchtende rot des lavas hat etwas mystisches. Es wird einem mal wieder bewusst was für gewaltige kräfte im inneren der erde herrschen.

Nun müssen wir los – schnell noch die taschen- und stirnlampen aufgesetzt und der abstieg im dunkeln kann beginnen.

Toller ausflug – hat sich auf jeden fall gelohnt.

Am übernächsten morgen verlassen wir antigua und fahren mit dem bus in das 8 stunden entfernte flores. Flores hat ca 19.000 einwohner. Wir machen es wie die meisten touris und übernachten auf der, mit einem künstlichen damm verbundene, insel san andrés. Die insel liegt im petén-itzá-see.

bei der ankunft in flores trifft sabine der schlag – leider von der türe des buskofferraumes die beim rausziehen des rucksackes herunterkracht. boing. Aua. Beule!

Etwas benommen (sabine) beziehen wir unser guesthouse. Die insel san andrés ist klein und überschaubar. Nichts besonderes. Außer die sonnenuntergänge – toll wie die sonne hinter dem petén-itzá-see verschwindet. Wir sind hierher gekommen um tikal zu besichtigen. 2 tage später geht’s dann auch schon los:

2 stunden busfahrt und wir sind da. Erst mal kräftig gefrühstückt (klar bei tempelbesichtigungen muss man gestärkt sein) und los geht es.

Tikal: ist eine der besterhaltenen Mayastädte in Mittelamerika. In ihrer Gesamtanlage wohl auch die grösste Mayastätte. Unesco Weltkulturerbe und wie viele andere bedroht da entweder zuviele touristen kommen oder das geld in dunklen kanälen verschwindet.

nach angkor wat und macchu picchu (um nur mal 2 tempelanlagen aufzuzählen) fällt es uns schwer noch mehr beeindruckt werden zu können.

Aber wir lassen uns einfach mal überraschen.

Und, es ist toll. die anlage an sich lässt sich super bequem zu fuss erkunden. Die wege von tempel zu tempel werden auf schattigen waldpfaden zurückgelegt. Unzählig viele tempel sind noch nicht mal freigelegt worden. Dh sie sind nach wie vor komplett bewachsen. Jooo die natur hat sich im laufe der zeit wieder das zurückgeholt was man ihr genommen hat. Wir sehen sogar bäume die auf verwucherten anlagen wachsen. Unglaublich.

Die tempel an sich sind riessig und vor allem steil. Da die steintreppen nicht benutzt werden dürfen wurden teilweise holzleitern daneben erbaut. Manche ragen parallel so steil hinauf dass man nur als schwindelfreier mensch hochklettern kann. Runter geht’s wie rauf – also mit dem bauch richtung leiter.

Den besten ausblick hat man vom tempel nr. 4. Sitzend auf dem oberen teil des tempels blicken wir über die hochgewachsenen bäume und sehen in der ferne die spitzen der tempel 1, 2, 3 und 5. Hier lassen wir die seele baumeln und geniessen einfach die aussicht.

Überall findet man stelen. Grosse steine mit Inschriften und Zeichnungen, also eigentlich bildhauerei.

ach ja, bei jedem päuschen das man macht bekommt man besuch – von nasenbären. Das sind vielleicht süsse viecher. Man darf sie aber leider nicht füttern :-)

zu erwähnen sind auch die riesigen steinstufen die teilweise gebaut wurden. Für uns „grossgewachsene“ europäer ist es schon schwer da hinauf zu kommen. Wie muss das wohl für die mayas, die ja bekanntlich kleiner gewachsen waren, gewesen sein! Und vor allem warum wurden so riesige steinstufen gebaut?

nach 6 stündiger besichtigung fahren wir erschöpft aber positiv beeindruckt zurück nach flores. Tikal ist auf alle fälle eine reise wert, wenn nicht sogar ein muss bei einer süd- mittelamerikareise.

So genug besichtigungen. Unsere zeit rennt ….. leider …. in fast einem monat geht’s von mexiko city wieder zurück nach good old germany. Uuuhhhh was eine komische und doch schreckliche vorstellung :-) Wir wollen gar nicht daran denken. Wo bitte ist denn das jahr 2009 geblieben?

Nun aber los nach mexiko…. die letzten wochen wollen wir es uns noch so richtig gut gehen lassen. Quasi urlaub vom urlaub machen :-)

unser plan: strand, meer, faulenzen.

Mit dem bus geht’s über belize nach tulum / mexiko …. uhhhh eine 12 stunden busfahrt liegt vor uns. Eingedeckt mit schnittchen und leckerlis machen wir uns auf den weg.

Bis bald kinners


Segeln + das Insel Archipel San Blas, Panama City

Januar 9, 2010 von sabim

11.11.2009

unser abenteuer beginnt: wir segeln von cartagena / kolumbien nach panama mit einem 3 tägigen aufenthalt in dem insel archipel san blas.

Insgesamt werden wir 5 tage unterwegs sein und auch 5 tage auf dem boot wohnen essen und schlafen. Quasi unser neues kleines schaukeliges zuhause.

Erst noch die pauli flagge gehisst dann kann es losgehen. Sabine hat mächtigen respekt davor in so einem kleinen bötchen nun die ersten 1 bis 2 tage auf offener see zu sein. Also ohne land in sicht. Vorsichtshalber schmeisst sie sich schon an land die erste pille gegen seekrankheit ein. Man weiß ja nie und sicher ist sicher. Denn kotzend über der reling zu hängen macht bestimmt keinen spass.

kurze info zu unserem segelboot ladyfish.

Sie ist 9 meter lang und ca 2,5 m breit / schmal. Der innenraum besteht aus einem kleinen vorraum mit sitzmöglichkeiten für 4 personen und einem schwankenden herd – tolle konstruktion! – dahinter ne minitoilette (dazu später mehr) und im vorder eck das „schlafzimmer“. Alles relativ klein und offen. Das bett bekommen wir und veronica und gwendal (argentinisch- französisches pärchen) schlafen auf der couch (auf den sitzmöglichkeiten).

Im heck, dem hinteren aussenbreich werden wir uns die meiste zeit aufhalten – sofern das wetter mitspielt.

So nun genug gelabert – es kann losgehen schiff ahoy.

wie wird das wohl sein so auf offener see? wir sind gespannt.

bei schönem wetter verlassen wir cartagena und kolumbien. Die see ist noch ruhig und alle sind happy. Hey so ein segeltörn macht echt spass.

Es dauert aber nicht allzulange und der himmel wird dunkler und dunkler.

Schliesslich reisst der himmel auf und es regnet was das zeug hält. Super!

Also rein in die regenjacken. wir stehen wie begossene pudel auf deck rum. Alles ist klitscheklatsche nass. Zudem schwankt das boot wie wild hin und her. Die pille zeigt ihre wirkung denn spätestens jetzt wäre ein guter zeitpunkt um seekrank zu werden.

Ganz ehrlich so ganz toll ist es nicht bei einem unwetter an deck rumzustehen – aber im inneren des bootes ist es auch nicht auszuhalten. Denn, alle fensterchen und türen sind geschlossen was zur folge hat dass im boot die saunaparty eröffnet wird.

Dann ganz unerwartet hängt veronica über der reling. Wir sind total überrascht denn schliesslich ist ja sie diejenige die auf dem boot seit 3 jahren wohnt und keine probleme haben sollte. Sie ist im 3. monat schwanger und jaaaaa die üblichen begleiterscheinungen machen sich auch bei ihr bemerkbar. Die arme kotzt und kotzt was das zeug hält.

Trotzdem, das leben auf see muss weitergehen :-) denkt sich auch gwendal und macht uns das abendessen. Wie er das bei diesem wetter und geschaukel zustande bringt ist uns ein rätsel. Hut ab.

Die nächste herausforderung auf dem boot ist auf das klo zu gehen. Erst einmal ist die toilette zu klein, zu eng und zu kurz, d.h. Nur in gebückter haltung kann man darin stehen. Nach langem hin und her haben wir den trick raus: der beste einstieg ist in gebückter haltung rückwärts reinzugehen – quasi mit dem hintern voraus. Währendessen am besten schon die hose aufmachen. Was natürlich bei dem ständigen hin und herschaukeln des bootes nicht ganz so einfach ist. Für joachim gibt’s noch ne einfachere lösung: einfach über die reling schiffen…

Die erste nacht haben wir dann überraschender weise doch überstanden. Zwar gewöhnungsbedürftig aber immerhin konnten wir schlafen.

Am nächsten morgen zeigt sich uns endlich wieder die sonne. Schön ist es. Vorne am bug begleiten uns delfine. Wow

weit und breit ist kein land zu sehen. Nur wir 4, das boot, die delfine und das meer. Eine unglaubliche ruhe umgibt uns.

Was macht man so auf offener see? Geniessen, reden, essen und fischen. Schliesslich wollen wir ja auch was essen :-)

Am 2. morgen erreichen wir endlich das insel archipel san blas und es ist doch ein gutes gefühl, dass offene meer hinter sich gelassen zu haben.

Das San Blas archipel besteht aus 365 sandinseln (eine für jeden tag) und gehört zum stammesgebiet der etwa 30000 kuna indianer. Die kuna sind die am meisten selbstbestimmte indigene gruppe in mittelamerika. Und das seit über 250 jahren. Zum erhalt ihrer kultur ergreifen sie drastische massnahmen. So dürfen sie z.B.nur untereinander heiraten um die rasse zu erhalten. Bei nur 30000 kuna kommt es da hin und wieder zu genetischen defekten. Vor einigen jahren beschloss das kuna parlament, dass ausländer auf ihrem gebiet nicht dauerhaft leben dürfen. Die wenigen ausländer, die auf den inseln lebten wurden enteignet und mussten die inseln verlassen…

Bei den kuna haben die frauen das sagen. Sie erwählen ihren heiratspartner der daraufhin zur familie der frau zieht. Es ist unheimlich wichtig eine tochter zu bekommen so dass die familie weiter existiert. Die frau bleibt ansonsten daheim, macht das haus und kunsthandwerk und der mann geht fischen und kümmert sich um die kokosnussbäume. Wenn eine frau nur söhne bekommt erzieht sie ihren letzten wie eine frau. Dass heisst lange haare und frauenkleider, aber vor allem: die fähigkeit des kunsthandwerks wird weitervererbt. Diese Männer sind dann aber nicht unbedingt schwul, sondern werden auch geheiratet. Wer dann aber fischt wissen wir aber nicht. Bis vor einigen jahren waren kokosnüsse das akzeptierte zahlungsmittel, mittlerweile hat hier aber auch der dollar einzug gehalten.

wir ankern vor einer der 365 inseln und schwimmen erst einmal im glasklaren wasser zu der insel. Die inseln sind teilweise nur 10 meter teilweise bis 100 meter lang und mit kokospalmen bestückt. Schneeweisser sandstrand umrandet von türkisblauem wasser. Auf einigen inseln steht auch ein kleines holz-bambushäuschen für die kuna indianer. Die halten sich abwechselnd 2 monate auf den inseln auf um die kokospalmen zu bewachen. Auf der insel haben wir auch den ersten kontakt mit den kuna. Sie sind sehr sehr klein und traditionell gekleidet. Vor allem der nasenring der frauen ist sehr interessant und echt hübsch.

Wir sehen einen kleinen natürlichen pool, mit süsswasser gefüllt. Er dient der körperhygiene. Aber häh, wo kommt hier das süsswasser her? Auf nachfrage die erklärung. Die palmen ziehen süsswasser an oder entziehen dem salzwasser das salz. Das ist schon spannend…joachim unterhält sich mit einigen jungen männern. Keiner von ihnen ist verheiratet. Sie müssen ja warten. Eine ihrer ersten fragen ist: gibt es genug frauen in deutschland??? joachim hat sich mal ein deutliches „si claro“ als antwort erlaubt. Die armen…oder die glücklichen?

Toll ist es – besser gesagt das paradies auf erden. Die strapazen der letzten 2 tage auf offener see sind wie weggeblasen … es hat sich auf jeden fall gelohnt.

Da es auf dem boot keine dusche gibt waschen wir uns direkt im meer mit shampoo. Zum Schluss zurück an board spülen wir uns kurz mit 2 litern süsswasser ab. Fertig.

Kurze zeit später bekommen wir die ersten besuche der kuna indianer im einbaumboot. Sie wollen uns schmuck und stickereien verkaufen. Das 2. bötchen erweckt mehr unser interesse: unser abendessen. wir kaufen hummer und riesen krebse. Frischer geht’s wirklich nicht. Gwendal bereitet uns daraus ein köstliches abendessen.

Herrlich! Einzigartig!

Am nächsten morgen segeln wir an einen anderen platz – setzen wieder den anker vor einer der vielen inseln, schnorcheln, baden und erkunden die insel. Auf dieser insel kaufen wir die traditionellen molas. Das sind stoffe mit einzigartigen stickereien in traditioneller machart. Auf dieser insel lebt nur ein paar mit einer tochter. Und interessanterweise stellt hier der mann die molas her. Sie sind wunderschön und so schlagen wir kräftig zu.

Viel zu schnell geht die zeit rum und am ende des dritten tages befinden wir uns an der dichtbesiedelten hauptinsel neben der flughafeninsel. Nach einem drama um den nicht ganz unwichtigen panama einreisestempel ist dann doch alles erledigt und für den nächsten morgen haben wir die passage nach panama city gebucht.

Fazit der letzten tage: es hat sich auf jeden fall gelohnt – ein einzigartiges abenteuer – in jeder hinsicht. Es war zwar sehr eng aber trotzdem super klasse. Mit der Ladyfish kann man nicht mehr mitfahren. Gwendal und Veronica sind auf dem Weg zu den Bocas del Toro um dort ihr boot gegen ein grösseres umzutauschen, es ist ja schliesslich nachwuchs unterwegs. Ihr neues boot soll wohl reign sans nom heissen…oder so, also königin ohne namen auf französisch. Mit den beiden kann man auf jeden fall beruhigt mitsegeln.

Kleiner Exkurs zur Auswahl eines bootes: schaut euch das boot vorher an und vor allem schaut euch die leute an mit denen ihr segelt. Als faustregel gilt: lieber mit pärchen als mit einzelleuten segeln. Allein auf dem meer werden menschen, hier vor allem männer recht sonderbar, verschroben. Oder um es deutlich zu sagen: zu sozialkrüppeln. Typ alter seebär mit spleen und im nächsten hafen geht’s zu den jungen mädels….

es gab da noch ein türkisches pärchen dessen bootsname uns leider entfallen ist, die sind zu empfehlen. Die türkin heisst rengin.

Boote mit denen wir definitiv nicht fahren würden sind die tropicbird und fritz the cat. Andere berichte im internet sagen euch warum.

Am nächsten Morgen heisst es abschied nehmen. Eine stunde mit nem kleinen bötchen zum festland. Dann geht’s 3 stunden mit nem jeep nach panama city. Übrigens: die strasse zur hauptstrasse ist seit anfang 2009 gut ausgebaut. Zwar ohne asphalt aber sonst 1a. Der lonely planet schreibt hier noch dass die fahrt 5 bis 6 stunden dauert. Äh, nein.

Wir haben einen kompletten tag in panama city. Hm, also in kurzform. Das hostal luna castle ist ok aber für uns fast zu jung. Panama ist pottenhässlich, da haben die usa mal wieder ganze arbeit geleistet. Erst zum grossen teil zerstört (übrigens 1989), dann im hässlichen stil nordamerikanischer städte wieder aufgebaut. Wer gerne spielt, wird hier fündig. Wer sonst nen tag totschlagen muss kann hier in einer von drei malls – sehr supersize – günstig shoppen gehen. Und für jungs nicht den ausflug an die panamakanalschleuse vergessen!!! hin und zurück für 10 dollar inkl. 30 minuten wartezeit. Und irgendein schiff wird immer geschleust…

am nächsten morgen sind wir aber nicht böse panama wieder zu verlassen. Warum der flughafen 35 km ausserhalb der stadt liegt, also quasi halb in kolumbien, will sich uns nicht erschliessen…nun gut, für uns geht’s weiter gen norden. Nach guatemala….

Kolumbien, Cartagena, Santa Marta, Taganga, Cartagena, 30.10.2009

Januar 1, 2010 von sabim

So, wir heben ab auf 4000 meter in la paz. Der startvorgang ist in der tat endlos. Fliegen nach lima und haben da, oh wie prima!, doch ganze 8 Stunden Aufenthalt. Gott sei dank finden wir ein cafe, wo sabine rauchen und joachim mit wlan ins internet kann. Yes. Der weiterflug ist mit avianca. Ganz toll wie der pilot die alte 757 nach der ersten startphase kurz im leerlauf fliegen lässt. Finden wir nicht witzig. Andere auch nicht und so erkennen wir die katholiken an bord. In kolumbien dann in bogota nochmal umsteigen und um 23 uhr landen wir in cartagena. Uff, was ein tag.

Kurzer rückblick: kolumbien war eigentlich nicht auf unserem plan – aber da wirklich jeder, aber auch JEDER, so von diesem land schwärmte haben wir unseren plan kurzfristig umgeworfen – was ein luxus – und nun sind wir da und seeeeeehr gespannt!

Also, ab ins hostal, kurzer abendspaziergang und schon die ersten nicht so schöne erfahrungen: überall echt schräge vogel (im negativen sinne), junkies, besoffene, nutten. Ständig wird man von der seite blöd angepöbelt. Das ist alles andere als einladend.

Keine zeit darüber nachzudenken denn am nächsten morgen geht’s mit dem minibus gleich weiter richtung santa marta, ebenfalls an der karibikküste. Dort haben wir uns mit sini und thisi, dem hamburger pärchen, verabredet. es ist die letzte möglichkeit sich nochmals zu treffen da wir gen norden und sie gen süden reisen.

Seit ein paar tagen steht nämlich unser rückflug im dezember fest. Uaargh was ein komisches gefühl. Da wir von mexiko city fliegen machen wir uns jetzt langsam aber sicher auf gen norden :-)

Aber nun heisst es erstmal ankommen…. und das dauert. Wir haben einen ziemlichen arsch als fahrer. Will uns nicht wie vereinbart (und vor allem bezahlt) am hostal abliefern. Alle anderen gäste wurde vor ihrer hütte abgesetzt, nur wir nicht. Der arschfahrer will uns schon einen vorort vorher rauswerfen. Na super!!! grosse diskussion, gemotze, geschrei. Rucksäcke raus rucksäcke rein. Wir sind echt genervt. Letztendlich fährt er uns doch zum hostal – nur weiß er nicht wo das ist. Wir cruisen und cruisen – aber immer in die falsche richtung….der arschfahrer kommt noch schlechter drauf…mann, was ein riesentheater.

Was haben uns doch alle reisenden erzählt: wie toll, nett und freundlich die kolumbianer doch sind. Aber ok – ausnahmen gibt es ja immer. Das soll uns jetzt nicht abschrecken … aber zu dem zeitpunkt haben wir schon so ne vorahnung!!

in santa marta angekommen erst mal ein grosses hallo mit sina und thisi. Wir tauschen kräftig erfahrungen und tipps aus, gehen essen und lassen den abend gemütlich ausklingen. Santa marta rockt nicht wirklich deshalb fahren wir 2 tage später weiter nach taganga an die karibikküste.

Taganga- ein geheimtipp aller reisenden die wir bisher getroffen haben (mal von sina und thisi abgesehen). In jedem reiseführer als backpackerörtchen hochgelobt.

Dann echt ein schock: taganga rockt mal so gar nicht. Zudem ist auf der kleinen uferpromenade ne riessen baustelle mit viel lärm. Die menschen haben die freundlichkeit auch nicht gerade erfunden. Im gegenteil. Auf uns wirkt es hier sehr kalt und alles andere als herzlich. Ok gut – man soll ja alles und allem mal ne chance geben. Und das tun wir…

Am nächsten morgen fahren wir mit nem taxiboot zum strand. Kinners das dürfte man eigentlich nicht als strand verkaufen. Es ist mit abstand der hässlichste strand den wir bisher zu gesicht bekommen haben. Soll jetzt nicht arrogant oder so klingen – aber wir sind echt entsetzt. Ich denke die bilder sprechen für sich.

Wir sind enttäuscht und wissen nicht recht was wir nun machen sollen.

Also geht’s nach 3 tagen wieder zurück nach cartagena. Dort müssen wir uns mal erstmal neu orientieren. Einzig positiver Nachtrag zu Taganga ist Rolando, ein ca. 50jähriger guitar hero der ungefragt immer und überall rumklimpert und CD’s feilbietet. Er hat ne wirklich geile stimme und so kaufen wir eine CD. Rolando möchte natürlich dass mehr menschen seine musik hören und bittet um das herunterladen von liedern auf:

www.rolando-sanchez.xoundboy.com

jau, dann mal viel spass. Ach ja, manche lieder spielt er mit seinem sohn pipe zusammen. Der macht aber eher so auf hiphop. Zusammen wirken die beiden seeehr lustig was aber auch daran liegt dass pipe mit seinen ca 30 jahren hiphop nicht mehr wirklich glaubhaft rüberbringt. Auch egal…

Ok, back in cartagena – ne hübsche stadt mit einer sehr sehr schönen alten stadtmauer um eine restaurierte altstadt herum. Das ist alles sehr hübsch anzuschauen. Aber irgendwie wirkt es auch nicht echt, also nicht wirklich. Cartagena ist auch unesco weltkulturerbe, quasi eine perle der karibik. Aber – und ja es ist ein luxusproblem – wir waren ein paar monate vorher in havanna. Und havanna ist echt, manchmal bedrückend echt und die menschen sind herzlich. Da können wir nix machen, wir werden auch in cartagena mit kolumbien nicht warm. Die menschen, angeblich so super freundlich und hilfsbereit, sind eher reserviert und legen eine „mir-doch-egal“ mentalität an den tag.

auch hier in kolumbien sehen wir wieder latino-schaufensterpuppen. Alle haben einen mega arsch und vor allem riessen möpse :-) latinostyle eben. Schaut euch das bild unten an. Und es ist tatsächlich ne schaufensterpuppe und keine gummipuppe wie sich vielleicht so manch einer denkt :-) Doppel – D rules – yeah.

mittlerweile sind wir seit ner woche in kolumbien und sind etwas enttäuscht und irritiert. Jeder hat uns so von kolumbien vorgeschwärmt, tolle atmosphäre und und und. Bisher haben wir davon leider nichts mitbekommen – eher das gegenteil ist passiert. unser problem: wir sind mit einer viiiiiiiel zu grossen erwartungshaltung hierher gekommen. Was unsererseits ein fehler ist. Es sei an dieser stelle einmal betont, dass unsere meinung zu kolumbien sich auf die karibikküste bezieht.

Wir überlegen ob wir ins innenland nach medellin fahren sollen, dort soll es traumhaft schön sein. Können uns aber nicht aufraffen. Wir stecken irgendwie fest, sowohl mit unserer motivation, energie als auch reiselust. Jaaaaaa wir sind beide enttäuscht und reisemüde.

Letztendlich entschliessen wir uns weiterzuziehen – allerdings raus aus kolumbien denn hier drehen wir uns im kreis.

Ok – wir reisen weiter – aber wie?

Von sina und thisi haben wir den tipp bekommen dass man von cartagena (kolumbien) nach panama segeln kann. Ein 5 tages trip mit dem besuch des insel archipels san blas vor panama.

Ein abenteuer – ist das nicht genau das was wir jetzt brauchen?

Die suche nach einem boot zieht sich ganze 3 tage hin. Die vorstellung mit einem katamaran zu fahren klappt leider nicht da erst wieder in 10 tagen ein katamaran in cartagena einläuft. Sehr zum leidwesen von sabine. Denn katamaran bedeutet stabiler und das bedeutet weniger geschaukel.

Ok dann eben ein segelboot: sabines wunsch: gross muss es sein. Leider ist auch hier unsere suche erfolglos.

Mensch, klappt hier denn gar nichts?! Typisch, wenn mal was schief geht dann aber auch alles.

nach 3 tagen finden wir endlich ein segelboot- na ja eher ein segelbötchen. Sozusagen das kleinste im hafen :-) ganze 9 meter lang äh kurz und maximal 2,60 breit, äh schmal. Dürfen wir vorstellen: die ladyfish.

Mit den besitzern: veronica und gwendal ein argentinisches / französisches pärchen verstehen wir uns auf anhieb gut. Sind beide auch in unserem alter. Jaaaaaa das ist nicht ganz so unwichtig, denn schliesslich werden wir die nächsten 5 tage auf engstem raum zusammen leben. Und leute, eng heisst hier wirklich eng! Kostet 350,- Dollar pro Nase. Mehr über andere boote in unserem nächsten bericht.

Schnell werden alle formalitäten erledigt, gwendal besorgt uns unseren ausreisestempel , wir decken uns mit schoki und seekrankheitspillen :-) (für sabine) ein.

Unser plan für die nächsten 5 tage:

1 -2 tage werden wir auf offener see sein. dann werden wir hoffentlich das san blas insel archipel erreichen wo wir 3 tage bleiben werden.

Am 5. tag ankunft in panama

so der plan :-)

schiff ahoy ihr lieben ….

Peru und Bolivien, Titicacasee, Bolivien La Paz, 20.10.09

Dezember 31, 2009 von sabim

Titicacasee Peru und Bolivien + La Paz

Puno Peru und Copacabana und La Paz Bolivien

20.10.2009

Schweren Herzens entscheiden wir uns cuzco zu verlassen. Ist trotz der Höhe ne tolle stadt zum abhängen. Wenn man will touristisch, man kann dem aber auch entgehen. Aber – wir wollen gen süden, an den titicacasee.

Titicacasee – das ist schon ein echter Hammer. Er liegt zentral im Andenplateau auf einer Höhe von 3800 Metern und ist das am höchsten gelegene schiffbare Gewässer der Welt. Er ist 160 km und lang und 70 km weit. Das ist bodensee x 8 oder so. achja, und er ist bis zu 250 m tief. obwohl das wasser eine temperatur von ca 10 Grad wirkt er doch als wärmespeicher für die umgebung. Mais gedeiht hier prächtig obwohl er dass sonst nur bis 3000 m tut.

Erste station, noch in Peru, ist Puno am titicacasee, eine 8 stunden busfahrt. Wir entscheiden uns für den touristenklassenbus inkl. Mittagessen und besichtigung von 2 inkastätten und der…tusch…sixtinischen kapelle südamerikas. Alles für ca. 30 dollar. Die kapelle lassen wir aus, die inkastätten sind wie immer spannend. Was uns auffällt ist der altersschnitt. Wir sind hier die juengsten. Ups. Der rest des busses ist groesstenteils mit pauschaltouristen in den 60ern gefüllt…unser guide erklärt in deutlichem aber einschläfernden ton auf englisch sehenswürdigkeiten und mehr. Kostprobe: „senoras y senores passageros, our bus driver es senhor rene. He is our friend for today. He will drive us. He knows all the roads….“ puh, da sind wir aber beruhigt…

dann erfahren wir noch details wie: alle kleinen bäche der anden fliessen in den amazonas, also die die nach osten fliessen. Was man nicht so alles lernt…der rest der fahrt geht durch eintönige landschaft.

Lichtblicke sind die flamingos die wir sehen …. ja unglaublich aber wahr – in dieser höhe und kälte gibt es flamingos.

In Puno angekommen erkunden wir erstmal die stadt und ziehen am nächsten morgen in ein anderes hotel, das Plaza Mayor. Es ist nebensaison und dieser 3 sterneladen haut die doppelzimmer für 30 dollar inkl. frühstücksbüffet raus…da sagen wir nicht nein. Puno ist ansonsten kalt (auf 3800m) und eher hässlich. Kann man ruhig auslassen. Aber, von Puno aus wollen wir die Insel taquile besichtigen und das volk der urus die im titicacasee auf schiflinseln leben

Der Lonely Planet rät zu bestimmten reisebüros, bei denen die besuchten menschen mehr geld abbekommen. Das ist (mal wieder) humbug!!! alle reisebüros nutzen die gleichen boote und arbeiten mit den gleichen guides. Alle machen auf den inseln das gleiche. Die einheimischen bekommen durch den dauerhaften touristrom ein regelmässiges einkommen! Es ist alles eine grosse und organisierte tourimasche…war auch nicht schlimm, aber warum schreibt der planet mal wieder so nen schwachsinn???

den ersten stop der tour machen wir bei dem volk der uros (bzw. deren nachfahren) die auf schilfinseln leben. Jedes touriboot hat ihren eigenen gastgeber / gastinsel. Dort werden wir von der indianern begrüsst und in die traditionelle lebendweise und art eingeführt. Alles sehr touristisch aber herzlich und lustig aufgeführt :-)

das ganze inselareal wirkt eher künstlich. Wir sind uns nicht sicher ob dieser menschen tatsächlich hier leben oder ob es nur für die touristen (also wegen dem geld) aufrechterhalten wird.

Interessant ist die geschichte der schilfinseln und die bauweise. Grosse blöcke schilf werden zusammengebunden und im wasser versenkt.diese bilden dann die insel. Das schilf saugt sich mit wasser voll und beginnt langsam zu sinken. Dann wird von oben immer wieder schilf nachgelegt. So eine insel ist also eine dauernde rundumerneuerung.

mit dem boot geht’s es weiter zu der insel taquile – zu der insel der strickenden männer. Ohne witz: das stricken ist hier reine männersache.

Nach einer1 stündigen wanderung erreichen wir unsere lunchhütte. Schön gelegen mit blick auf den see. hier bekommen wir noch ein paar insider zu den strickenden männern:

die männer tragen eine art strickmütze im zipfelmütze-style.

Ist die zipfelmütze weiß ist er noch junggeselle. Es gibt 3 varianten sie zu tragen: hängt die weiße spitze nach:

links – habe freundin und bin vergeben

rechts – suche freundin (obacht: vom links nach rechts ist es manchmal nur

ein leichtes kopfschütteln)

hinten – momentan kein interesse an mädels (bin aber nicht schwul)

will der taquile heiraten muss er eine rote strickmütze stricken. Aber so fest dass, wenn man wasser hinein leert, 3 minuten nichts heraustropft. Ist der test bestanden und das ok der familie ist da, lebt das pärchen anschliessend 1 jahr zusammen (ohne zu heiraten – also quasi ganz modern). Klappt das jahr – wird geheiratet.

Es war eine schöne tour aber leider etwas zu touristisch. Fazit: kann man machen, muss man aber nicht. Bei wenig zeit einfach durch puno durchfahren, direkt nach bolivien bzw. nach cuzco. Je nachdem.

Am nächsten morgen fahren wir mir dem bus ins 3 stunden entfernte copacabana in bolivien. Ein kleines städtchen direkt am titicacasee.

Hier haben wir im las olas hostal vorgebucht. Das hat nur 4 zimmer und steht gott sei dank nicht im lonely planet. Kinners was eine tolle geniale unterkunft.

Unser zimmer ist riessig, mit kleiner grassecke /garten im zimmer (ohne witz) darüber 2 hängematten, grosses bett, tisch und stühle, eine einbauküche und separates bad mit super heisswasser. Durch vier grosse panoramafenster haben wir besten blick auf den see.

Vor unserem runden zimmer ein kleiner garten mit liegestühlen. Das ganze thront hoch über dem see. Herrlich. Schaut euch mal die internetseite an. Las olas copacabana googeln.

Hier lässt es sich aushalten und das tun wir auch. Tagsüber liegen wir im liegestuhl und lassen uns von der höhensonne (wir sind ja schliesslich auf 3800 m höhe) brutzeln und wärmen. Ist so ein bisschen wie beim skifahren in der mittagssonne.

Copacabana ist für die peruaner und bolivianer eine pilgerstätte.

Eine lustige tradition lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Jeden samstag werden hier autos samt den besitzern von einem priester gesegnet. Ein grosses tamtam. Die autos werden aufgehübscht, poliert, mit blumenkränzen geschmückt und teilweise werden noch heiligenbilder auf dem auto trapiert – quasi ein kleiner schrein. es reiht sich ein auto nach dem annderen. Die krönung: bevor der priester das auto + familie segnet wird das auto von der familie noch mit bier bespritzt. Alle rennen um das auto herum, bespritzen das dach, die reifen, in den motorraum hinein und und und. Bleibt bier übrig – und das ist immer der fall – wird es selbst getrunken….lecker!

Jooooo und diese zeremonie kann dann schon mal ganz schön flüssig ausarten. Mit viiiiiiiel bier intus – aber macht ja nix – man ist ja gerade erst gesegnet worden – kann auch auf der strasse nichts mehr passieren! :-) und viele haben eine weite strecke. Autobesitzer kommen auch aus peru und argentinien. Lustig war das.

einen ausflug machen wir noch auf die isla del sol. Wir wollen sie von nord nach süd durchwandern und dann am Nachmittag wieder mit der fähre zurück. Leider ist das boot verspätet und will vom süden ne halbe stunde früher abfahren. Wir wandern erstmal ne knappe stunde zu alten inkaruinen. Das ist ganz hübsch und malerisch. Dort treffen wir andere die morgens vom süden nach norden gewandert sind und die haben 3,5 stunden benötigt. Hm, wir haben noch 4 stunden bis zur fährabfahrt im süden, das wird knapp und sportlich. Da wir das nicht wirklich brauchen beschliessen wir wieder zum nordanleger zurück zu gehen. Die fähre fährt pünktlich ab und legt im süden an. Hier haben wir nun zwangsweise 30 minuten aufenthalt. Wir müssen dann den südeinwohnern noch was zahlen obwohl wir doch gar nichts sehen wollen und auch keine zeit haben. Aber, wer an land geht muss zahlen. „tiene que pagar“…ganz ehrlich, das macht uns die insel nicht wirklich symphatischer…

Nach 4 tagen ziehen wir weiter nach la paz.

Bolivien, La paz ist die höchstgelegene hauptstadt der welt. Sie liegt auf 3800 meter höhe.

Mit dem local bus sind es ca 3 stunden nach la paz. Diesesmal entscheiden wir uns für einen local- und keinen touribus. Kinners wir sagens euch … die busfahrt ist echt ok, zwar mit ein bisschen wenig beinfreiheit, ABER, es tut uns an dieser stelle echt leid das sagen zu müssen: die locals riechen sehr sehr streng. Dieser geruch mischt sich dann noch mit seltsamen essensgerüche – na dann prost mahlzeit. Ne im ernst, es war teilweise echt unerträglich und ohne offenem fenster wäre es ein problem geworden. Also für die locals wenn wir dann…..

Die fahrt rein in die stadt la paz ist einzigartig. Wir befinden uns auf ca 4400 meter und vor uns liegt eine karge landschaft. Dies ändert sich schlagartig wenn man in das kleine tal, wo nur la paz liegt abfährt. Unglaublich schöner anblick, die stadt und dahinter thront ein vulkan. Wow

la paz ist auch die einzige stadt in der die mietpreise im kern, also unten, am teuersten sind! Denn bei dieser höhe ist jede bewegung, vor allem bergauf – und das geht es hier ständig!!! – zu anstrengend.

la paz hat so seine eigenen seiten. nicht viele, aber es gibt sie. Eine davon ist der verkehr, es gibt hier kaum privatautos, dafür gefühlte millionen von bussen, kleinebussen und taxen. Und zwar soviel dass die strassen immer voll sind. Das spiel mit dem frosch der ohne zu überfahren über die strasse will wurde mit sicherheit hier erfunden!!!!

in Bolivien sehen wir auch das erste mal getrocknete lamaembryonen und getrocknete ungeborene lamas. Ja ihr habt richtig gelesen …

hintergrund: diese getrockneten lamaembryonen werden in einer ecke des hauses begraben. Sollen das haus beschützen und böse dämonen abwehren. Tja in manchen ländern wird die nachgeburt vergraben hier eben die getrockneten lama embryonen. Zu kaufen gibt’s diese dinger zu hauf in la paz, bolivien – in der hexengasse …

Noch ein Kommentar zu Getränken in Peru und Bolivien:

In peru ist es inka cola, pipigelb, geschmack nach kaugummi. Obgleich

von coca cola aufgekauft sind die peruaner da noch stolz drauf wie bolle. Kaugummiwasser schmeckt ihnen zu kuchen, zu brathuhn, zu allem.

Hier in bolivien ist das nationalgetränk coka quina. Zuckersüss und sonst eigentlich nichts. Wir fragen uns: sind wir von klein auf auf coca cola konditioniert worden oder schmeckt coca cola einfach doch am besten?

In la paz gehen wir noch wild shoppen :-) und gemächlich spazieren. Morgen früh geht’s zum höchst gelegenem flughafen der welt, auf 4000 metern. Hier brauchen die flugzeuge aufgrund des geringen luftwiderstandes viel länger beim start – wir sind schon ganz gespannt!

Wir fliegen nach kolumbien. In ein land von dem jeder den wir bisher auf unserer reise getroffen hatte in den höchsten tönen geschwärmt hat. Wir sind mal gespannt ….


Peru – Macchu Picchu – Wayna Picchu und Cuzco – 15.10.2009

Dezember 13, 2009 von sabim

Die zugfahrt nach macchu picchu soll ja so atemberaubend schön sein. Wir kriegen davon leider nix mit. Wir sind im (nordisch) oder am (schwäbisch) arsch. Wir schlafen. Ja, der trekk war trotz ende im auto ganz schön anstrengend.

Angekommen in aguas calientes werden wir vom hostal abgeholt. Die dusche ist – na klar – eine der besten des jahres, so nach drei tagen ohne. Danach erkunden wir das dörfchen was auf 1800 metern liegt. Hier ist es leicht schwülwarm. Fazit: kaffee ok, dorf überflüssig aber als übernachtungsmöglichkeit für machu picchu notwendig. Ach ja, in aguas calientes gibt es auch aguas calientes, also heisse quellen. Aber seid gewarnt: die quellen sind gar nicht so caliente, also heiß. Der gang lohnt also nur bedingt…

wir entscheiden am nächsten morgen mit dem bus nach macchu picchu hoch zu fahren und nicht zu laufen. Man kann nämlich auch in der herrgottsfrüh ne halbe stunde latschen und anschliessend 400 stufen erklimmen! Unsere kräfte sparen wir lieber für machu picchu und den wayna picchu. Wir gehen früh ins bett denn es heisst früüüüh aufstehen.

Ring, 3.30, der wecker klingelt. Um 4 treffen wir unseren guide alcides, d.h. Eher um 10 nach 4…mit ner frühstückstüte in der hand gehen wir die 100 m zur busstation. Ups, da waren doch welche schon vorher wach. Um 4.15 stehen ungefähr schon 100 leute an. Warum gehen wir überhaupt so früh? Zum einen ist der blick auf machu picchu im morgennebel gigantisch, zum anderen gibt es nur für die ersten 400 personen ein ticket zur besteigung des wayna picchu. Also an den strassenrand gesetzt, gefrühstückt und gewartet. Die schlange wird schnell länger und länger. Um 5 macht das tickethäuschen auf und um 5.30 fährt der erste bus. Wobei der zweite direkt dahinter kommt…quasi fährt bus auf bus, bestimmt 20 stück. Jeder bringt 40 leute nach oben. Macht bei 20 bussen schonmal 800…und noch nicht mitgezählt die die tatsächlich den zweistündigen fussweg auf sich nehmen…wir sind auf jeden fall im dritten bus oben. Dort reihen wir uns in die nächste schlange ein und empfangen unsere wayna picchu tickets….

machu picchu, die sagenumwogene heilige stadt der inka. Hat bestimmt jeder schonmal von gehört. Wir wollen hier gar nicht soviel schreiben. Wer zeit hat liest bei wikipedia einfach nach: http://de.wikipedia.org/wiki/Machu_Picchu

es lohnt sich auf alle fälle!

um 6 uhr ist einlass, alles liegt im nebel. Alcides führt uns zuerst ein wenig weiter nach oben, richtung wärterhäuschen. Von hier haben wir den besten blick auf machu picchu, quasi das weltbekannte postkartenbild. Wir kommen oben an und der nebel hüllt alles ein. Es dauert aber nicht lange und nach und nach reisst der nebel auf. Erst einmal gibt er machu picchu nur teilweise frei, und dann, nach ner halben stunde erhebt sich aus dem nebel die ganze stadtansicht. Mystisch …wow wow wow Gänsehautgefühl. Wie beeindruckend und majestätisch. Besonders im zusammenspiel mit der natur. Mal wieder sprechen die bilder unten für sich.

Wir bleiben eine weile oben und geniessen einfach nur diesen gigantischen ausblick. Vor allem das zusammenspiel mit dem nebel war einzigartig und mystisch. Deshalb, sollte mal jemand dort hin kommen: unbedingt gaaaaanz früh morgens zu macchu picchu gehen.

Dann erkunden wir mit alcides die alte inkastadt. Es macht sinn einen guide mitzunehmen und nicht einfach nur planlos in der gegend rum zu irren.

Um 10 uhr macht sich joachim auf den wayna picchu zu besteigen. Auf den dürfen wie gesagt nur 400 leute rauf. 200 um 7 und nochmal 200 um 10. ist am anfang des aufstiegs ne ganze menge aber dann trennt sich schnell die spreu vom weizen. 350 höhenmeter später offenbart sich ein atembraubender blick auf machu picchu und die umgebung. 30 minuten geniessen und dann wieder an den abstieg.

Ja, machu picchu ist teuer, es ist eine touriabzocke. Aber eine die sich lohnt.

seeeehr zufrieden und glücklich machen wir uns auf den heimweg nach aguas calientes. Dieses mal nehmen wir nicht den bus sondern steigen die 400 stufen ab. Fazit sabine: diejenigen die sich früh morgens diesen weg, diese stufen antun müssen echt was an der klatsche haben :-)

am spätnachmittag geht’s mit dem zug wieder zurück nach Olantayambo. dort soll uns laut unserem guide alcides jemand in empfang nehmen und in einen minibus nach cuzco setzen. Ok wir sind da, aber kein typ mit nem schild mit unseren namen …. hm … un nu? Wir suchen alles ab – aber nichts. Also warten wir bis alcides mit dem localzug (dort dürfen tatsächlich nur locals mitfahren!) ankommt. Der zug kommt an und 100 von peruanern strömen dem ausgang entgegen. Super – wie sollen wir in der masse alcides lokalisieren? Letztendlich sehen eh doch alle klein aus. Klein und schwarze haare :-) treffer – wir entdecken ihn. Er ist ganz entsetzt dass wir noch da sind und versucht verzweifelt seinen fahrer anzurufen – der meldet sich aber nicht. Pech für alcides denn mittlerweile sind alle minibusse weg. Also muss er uns ein taxi bezahlen.

ach ja, haben wir schon erwähnt dass alcides und kathy die ganze zeit jonathan zu joachim sagten? Wir haben uns köstlich darüber amüsiert.

Zurück in cuzco ist chillen angesagt. Bei einem stadtbummel ruft es hinter uns hey!, und wir treffen lisa und grant wieder. Die beiden haben es immer noch nicht auf einen trekk geschafft. Oh je. Wir freuen uns und verbringen noch ein paar nette tage mit ihnen.

Es ist an der zeit weiterzuziehen …. wir haben eine echt tolle zeit hier gehabt.

Unser nächstes ziel ist der titicacasee. Erst die stadt puno, noch in peru, dann nach copacabana in bolivien…

Peru – Cuzco, Lares Trek 06.10.2009

Dezember 12, 2009 von sabim

auf geht’s nach peru. Unser ziel: cuzco

leider finden wir keine direktflüge oder vernünftige gabelflüge, deshalb haben wir eine übernachtung in lima. „ham wir hier schlechtes klima, fahrn wir sofort nach lima ……….“

na ja das stimmt nicht so ganz. Bedingt durch den humboldtstrom hängt eine mega nebelwand über das gebiet: alles ist grau und farblos.

Aber egal – am nächsten morgen geht’s wieder zum flughafen und nach 1 stunde landen wir glücklich in cuzco.

Cuzco, die alte hauptstadt des inkareiches, liegt auf 3416 meter höhe, im peruanischen andenhochland, und hat ca 320.000 einwohner.

Die erhalten gebliebenen Inka-Ruinen und die Innenstadt mit ihren Kolonialbauten wurden 1983 durch die UNESCO zum Welterbe erklärt.

Für die inkas war cuzco der nabel zur welt.

Schnell ist auch eine bleibe gefunden. Es gibt tonnen von guesthouses in cuzco. Unser wahl: das qorichaska hostal. Wunderschöner altbau mit patio und dahinter ein integrierter neubau, ebefalls mit patio. Zudem gibt es eine gemeinschaftsküche und kühlschrank. Super! Hier lässt es sich aushalten.

Plopp plopp plopp, kaum das zimmer bezogen macht sich zum ersten mal die höhe wieder bemerkbar – die kugel des deorollers schiesst beim aufmachen heraus … plopp! Sämtliche duschgels, shampoos usw müssen erst mal luft ablassen :-) köstlich und faszinierend.

Dann geht’s auf in die stadt. Zu fuss ist der kern der stadt einfach und bequem zu erkunden. Schön ist es hier! Ein friedliches hübsches städtchen mit all den kolonialbauten. Mittendrin indigenas aus den bergen die ihre ware an dem mann bringen wollen.

Die ersten ermüdungserscheinungen machen sich bei sabine bemerkbar. Also ab nach hause und trinken trinken trinken. Nicht zu vergessen – wir kommen von den galapagos inseln (0 meter) und nun sind wir auf 3416 meter höhe. Ein tipp: viel kokatee trinken – wegen der höhenkrankheit.

Und das machen wir – denn der tee ist köstlich. Leider schlägt die wirkung bei sabine nicht durch und die arme verbringt den ganzen abend im bett und ein spuckerle folgt dem nächsten.

Aber am nächsten morgen ist alles wieder gut – überstanden. Wir treffen ein tolles englisches pärchen, lisa und grant, und gemeinsam machen wir uns auf die suche nach einem trekk – mit dem endziel macchu picchu.

Die suche dauert und die tage in cuzco vergehen wie im flug. Wir fühlen uns sichtlich wohl. Tagsüber wenn die sonne raus kommt (und sie kommt immer!) ist es richtig schön warm – zeit für flip flops und tshirt. ABER sobald die sonne weg ist wird es eisig. Zum glück haben wir 4 dicke decken und heisses wasser in unserem zimmer.

Cuzco ist mittlerweile eine echte touristadt, trotzdem hat sie ihren charme nicht verloren. Einige der hausmauern stammen noch aus der inkazeit.

Die bauweise, die fugenlose verblockung riesiger steine ist gewaltig und echt beeindruckend. Was eine kunst.

Zudem gibt es in jedem gässchen was neues zu erkunden. Sei es mal ein ausgebüchstes lama dem ein kleines kind in trachten gehüllt hinterher rennt oder einfach nur die schlichtheit. Schön ist es!

Ein muss zum ansehen ist die ruine der inkafestung saksaywaman.

Sie ist ist eine der bedeutendsten sehenswürdigkeiten aus der inkazeit und liegt ca 3 km oberhalb des stadtzentrums. Wahrscheinlich sollte diese Anlage den am meisten gefährdeten Zugang zur Stadt schützen. Tatsächlich verschanzten sich hier während der spanischen Eroberung hunderte von Kriegern hinter ihren Mauern. Die Anlage wurde dabei teilweise zerstört, später auch noch von Erdbeben heimgesucht, so dass heute nur noch etwa ein Drittel von ihr erhalten ist.

Der größte Stein ist 9 m hoch, 5 m breit, 4 m dick und wiegt über 200 Tonnen. Ungeklärt ist, wie die Inka die Steine transportiert haben, da sie weder Rad noch Rolle kannten. Für die Bearbeitung verwendeten sie spezielle Steinwerkzeuge, denen selbst harter granit nicht standhielt.

Ein grosses ereignis steht an – das entscheidende qualispiel zur wm 2010, russland – deutschland. Nur, wo schauen wir das spiel, um immerhin 10.30 Uhr ortszeit in cuzco, dass mit sportsbars leider und gott sei dank noch nicht gesgnet ist. Wir fragen uns rum aber kommen nicht weiter. Auch lisa und grant finden keinen laden der garantiert das deutschlandspiel zeigt. Schliesslich gehen wir zum deutschen konsulat, die müssen doch was wissen und wenn nicht sollen sie halt nen fernseher aufstellen…und in der tat, das deutsche konsulat nennt uns ein deutsches guesthouse und kaffee und der besitzer zeigt das spiel auf leinwand…und so kommen wir mit lisa und grant in den genuss die deutsche qualifikation live zu sehen. Insbesondere kommt grant in den genuss joachim als deutschen zu gratulieren mit „cu in south africa“. Ja, england war ja diesmal schon frueh qualifiziert, ist ja auch nicht bei jedem turnier so….ein wort noch zu grant. Wir haben nie jemanden getroffen der sich im fussball so gut auskannte wie er. Name it, he knows it! Das ist echt unglaublich. Grant schlägt alle. Seine zweite leidenschaft sind übrigens flaggen aber das ist eine andere geschichte. Komisches volk die engländer. Aber die hier mögen wir echt gern.

nun aber zurück zum trekken:

Der wohl bekannteste trekk, der inka trail, ist für uns nicht möglich da dieser im voraus (3 bis 6 monate) gebucht werden muss. Kurzfristig ist da nichts zu machen:

hintergrund: der alte versorgungsweg der inkas ist schlichtweg von touris überlaufen und droht zerstört zu werden. Das ökosystem macht da nicht mehr mit. Deshalb wird nur noch eine begrenzte anzahl an personen der zutritt gewährt. Von 500 pro tag ist die rede! Es ist auch im gespräch den trail 1 oder 2 monate im jahr ganz zu schliessen.

Zu dem inkatrail gibt es diverse alternativen. Wir entscheiden uns für den lares trek. Dieser trek wird am wenigsten gebucht und es ist schwer mitstreiter zu finden (das würde die kosten senken).

Lares trek:

Dies ist eine fantastische Wanderung, die weit von den touristischen Pfaden wegfuehrt, wenn man aus dem Heiligen Tal der Inkas hinauskommt und weiter ins naechste Tal geht – das Tal von Lares. Bei der Ueberquerung der Berge kann man die spektakulaere Landschaft der Anden, Fluesse, wildlebende Tiere und auch traditionelle Andendoerfer sehen. Viele dieser Menschen sind noch traditionell gekleidet. Man kann sie schon von weitem sehen in ihrer roten und schwarzen Kleidung, waehrend sie ihre Schafe oder Lamas hueten.
Der hauptgrund warum wir diesen trek gewählt haben: der kontakt mit den menschen, hier sehen wir mehr land und leute als auf allen anderen trekks.

Lisa und grant werden leider nicht mitkommen da ihnen der trek zu teuer ist. Schade eigentlich – wir wären ein tolles team gewesen. Weitere mitreisende finden weder das trekkingbüro noch wir. Deshalb besteht unsere gruppe aus uns, dem guide alcides, der köchin katy, dem pferdehirten und seinen 3 pferden. Auch nicht schlecht – oder?

Apropos 3 pferde: eins davon ist das emergency pferd falls sabine den pass auf 4300 meter nicht hochkommt :-)

am abend kaufen wir noch geschenke für die andenkinder. Bunt- und malstifte, kreide, fussbälle, hefte usw.

früh morgens um 04.45 uhr werden wir abgeholt. Nach 3 stunden busfahrt erreichen wir den ersten stopp pisac – hier wird der bus gewechselt. In der zwischenzeit gehen wir mit unserem chaotischen guide und seiner bekannten, der köchin, auf den dortigen markt. Hier können wir das erste mal in peru das richtige dorfleben schnuppern. Weit und breit kein touri in sicht. Wir wissen gar nicht wohin wir schauen sollen – alles ist anders. Sei es die trachten der bevölkerung, noch die art und weise wie die frauen ihre kinder und oder gepäck tragen – nämlich im tuch auf den rücken gebunden – oder die von joachim so geliebten :-) tirolerhüte … toller markt. Das ist für uns südamerika !

Hier sehen wir auch zum ersten mal schwarze maiskolben!

Nach dem einkauf geht’s mit dem tuk tuk (die gibt’s wohl auf der ganzen welt und nicht nur in asien!) zurück zum busbahnof. Mit dem nächsten bus geht’s nochmal 2 stunden weiter.

Weiter geht’s den berg hinauf. Immer höher und höher. Der ausblick ist toll. Endlich endstation und unser trek kann beginnen.

Nach einem dürftigen frühstück am wegesrand errreichen wir das erste dörfchen. Wir sind bei einem bauern zum mittagessen eingeladen. Vorher erkunden wir noch die gegend und besichtigen eine andenziegelei. Ein mann schippt tonerde in ein wasserloch, n bisschen stroh dazu. Dann ne stunde drauf rumtanzen, in ne ziegelform, trocknen lassen, feddich. Alles ist sehr ärmlich und karg.

Das mittagessen besteht aus kartoffeln in unterschiedlicher form und farbe. Dies ist ein typischer snack der andenbewohner. Der gastherr ist sehr zurückhaltend aber super freundlich und vor allem herzlich.

Für uns ist es eine sehr nachdenkliche erfahrung in seinem haus und es ist kaum vorstellbar so leben zu können. Jegliches jammern unsererseits erscheint schlichtweg jämmerlich ja echt lächerlich.

Seine kinder sind noch in der schule (jeden tag 1 stunde fussmarsch hin und 1 stunde zurück!) deshalb geben wir ihm die geschenke die wir mitgebracht haben.

Weiter geht’s. Nach 2 stunden erreichen wir unser erstes etappenziel: lares hotsprings – aguas caliente … also heisse quellen. Hier bauen wir unser zelt auf und springen erst einmal in das wasser – und das ist mal richtig heiß.

Nach einem leckeren abendessen verkriechen wir uns in unser zelt und schlafen erschöpft und müde, bedingt durch die heissen quellen, ein.

Der nächste morgen ist da und der schwierigste teil des treks steht vor uns. Heute gehen wir auf den 4300 meter hohen pass hoch.

Heute ist auch eine großartige gelegenheit, einige blicke auf winzige andendörfer zu erhaschen. Entlang des weges passieren wir auch einheimische bauern die sich um ihre lama – und alpakaherden kümmern.

Apropos lama: habt ihr gewusst das lamas bis zu 20 kilo tragen können. Das witzige: sind es mehr legen sie sich einfach hin und verweigern das aufstehen oder gehen :-)

überall begegnen uns kinder in ihren traditionellen trachten auf ihrem schulweg. Sie müssen täglich meist 1 oder 1 ½ std fussmarsch zurücklegen. Oder noch nicht schulpflichtige kinder erspähen uns und rennen laut rufend auf uns zu. Immer wieder packen wir die geschenke aus und sind froh den kids was vernünftiges geben zu können (viele haben leider nur süsses dabei – was ja absolut gar nicht geht – mangels zahnhygiene in den bergen).

gegen mittag erreichen wir das dörfchen in dem wir mittagspause machen. Es ist kalt hier oben. Zudem sind unsere köchin und die pferde samt ausrüstung noch nicht da. Egal, unser guide, muss ran – zunächst gehen joachim und er erstmal in den dorfladen einkaufen. Das geld zum bezahlen leiht sich alcides von joachim. Zurück werkelt er an einem feuer das mehr raucht als brennt. Wir ermahnen ihn, dass wir in anbetracht des heutigen restpgrogramms – wir haben laut ihm noch 4 stunden zu laufen – um 1 auf jeden fall weiter muessen. Das bringt ihn ganz schön ins schwitzen. Zu seiner rettung biegen 2 minuten später die pferde samt katy um die ecke. Sie sollten uns zwar schon vor knapp 2 stunden einholen aber hey. Besser spät als nie…

obwohl wir darüber gar nicht urteilen dürfen stellen wir mit entsetzen fest wie dreckig die kinder sind. Und mit dreckig meinen wir dreckig. Sie wirken auf uns verwahrlost. Das tut weh. Ausserdem haben alle sandalen an und das bei der kälte.

nach der mittagspause geht’s nochmal knapp 600 meter hoch auf den pass auf 4300 meter höhe. Die landschaft, die luft, das panorama ist atemberaubend schön. Atemraubend anstrengend ist aber auch der weg den pass hoch. Wir haben auch ein zügiges tempo drauf, da unser guide seinem zeitplan mal wieder zwei stunden hinterherhängt. Sabine kommt leider nicht mehr mit und lässt sich dankbar auf dem emergency pferd nieder. Na ja so ganz entspannend sieht der ritt aber auch nicht aus – ist er auch nicht. Aufgrund der höhe werden mensch und tier auch immer langsamer. Als wir endlich oben auf dem pass sind zieht das wetter leider sehr schnell zu. Das heisst zum einen: leider kein weiter schöner blick, aber zum anderen: absteigen und das möglichst schnell. Unser tagesziel, ein lagunensee auf 3900 metern höhe liegt noch eine stunde fussmarsch entfernt. Kurz vor der lagune begegnen wir riesigen lama- und alpakaherden.

Als wir ankommen bleibt uns noch eine stunde tageslicht. Also zelt aufbauen und die athmosphäre geniessen. Joachim baut sich aus ner übrig gebliebenen zeltstange – unser verpeilten reisebegleiter haben das grosse ess-und aufenthaltszelt mit seilen an steinen festgebunden – ne angel und geht erfolglos noch ne stunde ans wasser. Das ganze szenario ist unheimlich schön, mystisch und beeindruckend.

sobald es dunkel ist kommt die schweineskälte. Wir ziehen alle klamotten an die wir dabei haben:lange unterhose, trekkinghose, 3 paar socken (trekking-, knie- und fette wollsocken), 4 tshirts, 2 langarmshirt, den dicken sweater, windjacke, schal, mütze und handschuhe an …. echt ohne witz :-) !

aber der knaller: der pferdehirte latscht noch mit seinen sandalen (ohne socken)rum. Das ist hier oben aber normal…

mädels: aufs klo gehen macht hier oben gar keinen spass – erst mal wegen den ganzen klamotten aber vor allem weil es hier oben keine büsche oder bäume gibt ….. :-)

Bibbernd sitzen wir alle im esszelt, der wind pfeift durch und katy versucht zu kochen,zwischendrin kracht das halbe zelt zusammen, alle halten irgendwo was fest. Warum katy ausgerechnet hier und an diesem abend ein buffet zaubern will erschliesst sich uns nicht…nach einer halben stunde bitten wir um das was fertig ist. Zitternd essen wir, das ist definitiv das kälteste abendessen des jahres! Nach dem essen geht’s sofort ab ins zelt und tatsächlich passen wir mit allen klamotten noch in unseren schlafsack rein. Und nochmal tatsächlich, wir schlafen gar nicht so schlecht. Vielleicht liegts aber auch am heissen grog. Warum sieht sabine am nächsten morgen eigentlich so gerockt aus?

Wie geil ist es, dass während des frühstücks herden von lamas und alpakas 5 meter entfernt an uns vorbei laufen. Hilft alles nix, leider muessen wir schnell weiter. Auf dem weg ins tal laufen von allen häusern die kleinen kinder mit lautem „ola“ zu uns. Sie sind es leider schon gewöhnt dass touristen meistens geschenke dabei haben…nach 3 stunden marsch sind wir im nächsten dorf. Leider haben wir hier noch keine funkverbindung und alcides muss nochmal wegen unseren zugtickets telefonieren…häh? Wieso hat er die denn nicht schon dabei??? also warten wir im dorf geschlagene zwei stunden. Als alcides zurückkommt ist es so spät dass wir mit nem auto weiter ins tal muessen da wir sonst unseren zug verpassen. Gut, da ham wir nix dagegen. Besonders weil es anfängt zu regnen.

Im tal an der bahnstation angekommen ist der „kontaktmann“ mit den tickets nicht da. Alles anderen touris sind schon im zug und wir warten am tor. Eine minute vor abfahrt kommt alcides angerannt und wir haben tatsächlich die tickets in der hand. Rein in den zug und auf geht’s nach macchu picchu…

Ecuador – Galapagos Inseln Teil 3 – 30.09.2009

Dezember 11, 2009 von sabim

nach unserem tollen einmaligen kreuzfahrttrip – siehe Bericht Teil 2 – müssen wir an land erst einmal mit der seekrankheit kämpfen. Ohne witz – nach 7 tagen an board schwankt auf einmal der boden an land. Vor allem in engen räumen, geschäften macht es sich deutlich bemerkbar.

Wir beschliessen noch länger dazubleiben. Joachim will auch noch tauchen gehen. Wir nisten uns auf der hauptinsel santa cruz im hotel gardner ein – empfehlenswert – mit toller gemütlicher dachterasse mit wifi. Auch noch günstig. Santa cruz an sich ist nicht so schön, relativ touristisch und auch teuer, aber mit infrastruktur für die besucher.

Joachim: Die zwei besten tauchtage meines lebens

Auf empfehlung eines bekannten aus quito sucht joachim die tauchschule sub – aqua auf und beschliesst einen tauchtag zu buchen. Es geht zum eingewöhnen zu einer einfachen insel. Am Morgen treffe ich die drei anderen, eine amerikanische familie. Alle mit eigenen tauchequipment. Oha! Am tauchspot angekommen ist die mutti schon reichlich nervös. Aber wir haben ja für vier taucher auch drei guides dabei. Als mutti am bootsrand sitzt ist sie mit den nerven am ende und stammelt „it’s been a while“..sie taucht mit marco der ihr persönlicher guide wird. Randnotiz: Marco aus malta ist ein guter freund von michelle und sebastian, dem maltesich – mexikanischem pärchen das wir auf den andamanen kennengelernt haben. So klein ist die welt…joachim geht also mit vater, tocher und zwei guides runter. Vaddi kommt aber erstmal nicht hinterher. Zuwenig blei? In der zwischenzeit warten wir auf 12 metern und einer der guides geht wieder hoch. Dann kommen sie beide runter. In der ferne sehen wir guide marco auf etwa 5 metern händchen halten mit mutti. Ein skurriles bild. Als vaddi endlich bei uns ist geht es los. Viel zu sehen gibt es nicht, ist ja auch ein eingewöhnungstauchgang. Nach 10 minuten dann ein highlight. Aus 12 metern sehen vaddi und ich die tochter langsam nach oben treiben. Die beiden guides nicht. Als die beiden bemerken dass eine fehlt scheisst der eine den anderen unter wasser zusammen. Folge: ein guide muss auftauchen. 5 meter über uns immer noch marco mit muddi. Die beiden folgen uns wie eine boje. Wir sind nur noch zu dritt. 5 m minuten später wird bei vaddi die luft knapp, ein hyperventilierer. Also muss er rauf. Ich beende den tauchgang mit einem frustierten guide. Wow! Die tochter meinte sie wäre aus dem gleichgewicht geraten und dann langsam aufgetrieben. Das war mal was, nix wirkliches gesehen aber diese amifamilie mit ihrem tollen tauchzeug war schon grosses kino…der zweite tauchgang läuft etwas besser, ohne muddi.

Am nächsten tag will ich unbedingt bei gordon rocks tauchen, ein anspruchsvoller platz mit grossfischen, speziell hammerhaien. Das das mit den amiamateuren nicht geht ist klar. Mit glück finde ich eine tauchschule die da auch hinfährt, der academy bay dive center. Und an dieser stelle gleich die empfehlung: academy bay dive center ist super, hugo der chef ist der angenehmste dive master mit dem ich je unter wasser war. Hier die mailadresse: galapgs_academybay@hotmail.com; tel: (593) 052524164; kleines extra: fotos vom tauchgang gibt’s umsonst.

der tauchplatz gordon rocks ist ein versunkener vulkan, der nach zwei seiten offen ist, ergo das meer mit strömung durchfliesst. Gordon rocks ist einer der besten tauchspots, auch waschmaschine genannt. Schön auch, dass ich morgens per zufall omar den israeli, von der kreuzfahrt, wieder treffe, der auch mit academy bay taucht. Zunächst gehen wir in der nähe ins wasser um zu schauen ob mit den gewichten alles klargeht. Bei diesem check sehe ich 5 meter unter wasser gleich nen kleinen bullshark. Geht gut los. Es gibt eine supergenaue einweisung in den tauchplatz (siehe fotos) und anschliessend fahren wir zu gordon rocks. Rein ins wasser und runter, getaucht wird mit handschuhen. Auch auf 20 meter haben wir noch strömung. Es geht hin und her wie in einer waschmaschine. Auf gut 25 meter heisst es dann sich an einen felsen krallen, festhalten und warten. Und, YES, nach 5 minuten kommt eine schule von ca. 10 hammerhaien 5 meter unter uns auf dem boden vorbei, ca 2 – 3 meter gross. Sie kreisen in dem vulkankrater. Nach einer minute sind sie weg. Wir warten weiter und nach 10 minuten kommen sie nochmal wieder. Wow! Was für ein erlebnis! Und was für wunderschöne tiere. Ach ja, wir sehen noch jede menge schildkröten, grosse adlerrochen, riesige fischschwärme und, na klar, unsere freunde die seelöwen die uns wie immer neugierig begleiten. Und das beste: nach einer pause mit leichtem lunch ist der zweite tauchgang identisch mit dem ersten. Definitiv mein bestes taucherlebnis, die fotos sprechen für sich. So können wir santa cruz gut wieder verlassen.

Wir beschliessen für 3 tage auf die grösste insel isabela mit aktiven vulkanen zu gehen. Obwohl es die grösste der galapagos inseln ist leben nur 2000 menschen darauf. Wir fahren 3 stunden mit einem taxiboot zu der insel. Und kinners – das war die schlimmste bootsfahrt überhaupt. Mit kotztütchen in der hand und ansschliessenden schmerzen im brustraum / brustknochen gehen wir an land. Bamm bamm bamm – das speedboot prallt mit so einer wucht auf das wasser dass wir sitzenden in die höhe schiessen – und das 3 stunden lang. Tipp: in der nähe des motors sitzen – hier ist der aufprall nicht so heftig.

Ankunft am steg: wir werden erst einmal von unserem gepäck getrennt. Dann kommen polizisten mit spürhunden. Schnüffel schnüffel schnüffel – es wird erst einmal das gepäck nach illegale substanzen geprüft. HALLO? Und das bei einer insel mit gerade mal 2000 einwohnern.

Das hauptdörfchen der insel isabela ist überschaubar. Alles friedlich und teilweise ein bisschen langweilig. Zudem ist noch nebensaison. Die restaurants schliessen um 21.00 uhr.

Sehr auffällig sind die vielen polizisten, die mit enduro, quad oder geländewagen immer unterwegs sind. Ist das hier eine insel voller verbrecher? Auf nachfrage klärt unser guesthouse auf. Der präsident von ecuador, also der herr correa, hat für alle gemeinden nen satz bullen samt fahrzeuge (5 motorräder, 4 quads und ein 4wd) und einen hund spendiert. Egal ob 20000 oder 2000 einwohner, die neue sozialistische revolution ecuadors hat für alle das gleiche parat. isabela ist sehr sicher!

Wir buchen für den nächsten tag einen pferderitt hoch zu einem vulkankrater – der zweitgrösste der welt. Der ritt ist nicht empfehlenswert. Das erste stück des weges besteht aus grossen löchern und ist total schlammig – die armen pferde – hoffentlich rutschen sie nicht aus. Endlich erreichen wir den krater. Schöner ausblick – aber auch nicht der reisser – wir sind halt auch schon a bisserl verwöhnt geworden dieses jahr :-)

war noch was? Ach ja, stellvertretend für viele duschen dieses jahr haben wir hier mal ein foto unserer „agua caliente“ dusche eingefügt. Wir haben sie alle überlebt. Aber manchmal war das wasser nicht nur warm, sondern hat auch ein bisschen gekribbelt. Und besser nie bei laufender dusche am duschkopf rumfummeln! Das ist zwar nicht gefährlich, tut aber schon ein bisschen weh.

am nächsten morgen shippern, oder besser, hüpfen wir mit dem speedboot wieder zurück zur hauptinsel santa cruz – von dort geht unser flug zurück aufs festland nach guayaquil dann weiter nach peru, genauer gesagt über lima nach cuzco .

wir sagen tschüss zu den galapagosinseln, zu unseren lieblingen den seelöwen. Was eine tolle und einzigartige zeit wir hier doch hatten.einmalig !! hell yes

Soooo der berg ruft ….. wir machen uns auf den weg nach cuzco – peru, das 11. land unserer reise …. .

Ecuador – Galapagos Inseln Teil 2 – 24.09.2009

Dezember 10, 2009 von sabim

wir cruisen und cruisen und cruisen mit unserer luxus jacht galaxy :-) wer mal schauen will http://www.galapagosgalaxy.com.ec/ achja, die preise liegen dann bei weniger als der hälfte, zur nebensaison. Voll zahlen nur die amis…

soooo bevor wir auf einer insel an land gehen dürfen werden wir erst noch in die regeln eingeweiht:

von den tieren mindestens 2 meter abstand halten

nicht mit blitz fotografieren

tiere nicht füttern

tiere nicht streicheln (fällt bei den seelöwenbabys echt schwer!)

und nicht ausserhalb des pfades gehen. ausnahme: macht es sich ein tier auf dem weg / pfad gemütlich – ausserhalb des weges vobeischlängeln.

gut.verstanden…

aaalso, was gibt es denn so zu sehen auf einer typischen galapagosinsel.

  1. seelöwen
  2. vögel
  3. leguane
  4. flamingos
  5. schildkröten
  6. falken
  7. anderes federgetier

und und und

gleich auf unserer ersten insel gibt’s jede menge seelöwen und blaufusstölpel. Die seelöwen werden auf anhieb unsere neuen lieblingstiere. Allesamt supersweet. Es ist paarungszeit und die bullen sind territorial. Hier werden die zwei meter abstand besonders wichtig. Besser mal drei. Unser guide jeannette wird auch nicht muede uns zu warnen. Immer wieder ruft sie „move guys, moooove!“ und in der tat muessen einige manchmal einen schritt zulegen um ausser reichweite zu kommen. Ein erstes absolutes highlight ist die geburt eines seelöwenbabys die wir teilweise miterleben. Sowas in freier natur, boah! Wir lassen die werdende mama aber schnell wieder alleine. Fand sie bestimmt nicht so toll dass da 15 leute in 5 metern entfernung glotzen.

Seelöwen sind sehr interessierte tierchen. Des öfteren robbte mal einer zu uns her will uns beschnuppern oder gar mit uns spielen. Wir befolgen aber die regeln und halten immer abstand. Auf den galapagos inseln „flüchten“ die menschen vor den tieren – nicht die tiere vor den menschen. Einmalig auf dieser welt!

Fast genau so toll, aber eben nur fast, sind die blaufusstölpel. Benannt, tusch, na klar, nach ihren blauen füssen. Und blau zählt bei denen. Denn je blauer die fuesse desto besser die qualitäten als fischer, ergo desto besser als familienernährer. Das also macht die männchen sexy. Wir können das balzverhalten aus nächster nähe erleben. Das männchen pfeift und hebt immer wieder seine füsse. Als will es sagen, schau her, ich hab die blauesten füsse, das wird schon baby – pfeif – kann ich jetzt rauf? Wenn die dame einverstanden ist fängt sie an zu schnattern und gibt dem männchen einen zweig. Quasi wie ein ziegelstein. „willst du auf mich rauf ist hier schonmal der erste zweig für den nestbau“. Nimmt das männchen an ist der deal besiegelt und das wars…der eigentliche akt hat dann nur zwanzig sekunden gedauert. Eigentlich kein guter deal. 20 sekunden spass und schon muss mann ein haus bauen…naja…sollten wir auf unserer reise nochmal in den genuss einer guten internetverbindung kommen stellen wir noch ein video davon hoch.

Auf jeder insel leben leguane – in unterschiedlichen farben und grössen. Manche sind sogar grossartige schwimmer! Was für viecher – mit ihrem stachelkamm und der lederhaut – echt beeindruckend..

Auch beim schnorcheln geizt die natur nicht mit ihren reizen und das ist jetzt mal untertrieben…was wir hier sehen sieht man sonst nur beim tauchen.

Jede menge schildkröten. Wir lassen beim schnorcheln aber immer abstand (man hätte sie berühren können) zwischendrin flitzt irgendwas ganz nah an dir vorbei – und heeeee das war ein pinguin auf fischfang. Was ist jetzt schöner, wo soll man jetzt hinterherschnorcheln? :-)

schnorcheln wir in strandnähe werden wir von neuigerigen kulleraugen gemustert – unsere lieblinge, die seelöwen, schauen auf n schnack vorbei :-) toll ist es. Sie schwimmen direkt auf dich zu und kurz bevor man denkt sie prallen auf dich ein drehen sie elegant um. Immer wieder.

Wir sehen auch haie – und das beim schnorcheln! Sabine hat tiefen respekt und schwimmt / hüpft vor schreck erstmal hinter joachims rücken :-) aber kurz darauf will sie nur noch haie sehen.

neben den haien dürfen wir auch andere grosse fische, mantaschulen und andere rochen bewundern. Wirklich einmalig. Der nachteil: wir sind nun sehr „schnorchelversaut“ :-)

Während des schnorchelns schiessen blaufusstölpel neben dir ins wasser und und und. Die liste ist lang ….

jeden neuen tag werden wir mit tierischen überraschungen überhäuft. So macht es uns auch nichts aus dass wir soooo ein straffes programm haben :-) ja und wer viel leistet muss auch viel essen – dachte sich auch der veranstalter. Das essen an board ist lecker und vor allem reichlich. Dementsprechend wird gefuttert und gefuttert. Was sich doch langsam auch am bauch und an den hüften bemerkbar macht. Der wetsuit sitzt nun straffer :-) aber gut so. So hält er – insbesondere in der kombination mit der leichten speckschicht – besser warm :-)

die sonnenuntergänge geniessen wir auf unserem sonnendeck und beobachten dabei die um das boot kreisenden fregattenvögel. Ab und zu gesellt sich auch mal ein pelikan auf dem boot dazu. Diese sitzen mit vorliebe nah am wasser – also am unteren deck des bootes. Dann schiessen sie im kopfsprung ins wasser und dann wieder ab aufs boot.

Schön isses!

Weniger schön isst das doch sehr heftige schwanken des bootes obwohl die see eher ruhig ist. Nach unserer meinung (klar wir sind ja profis :-) ) fehlen stabilisierungsmassnahmen. Manche unserer mitreisenden werden auch seekrank – die armen. Und wir haben keinen hohen wellengang!

Die abende lassen wir mit faulenzen, quatschen oder pokern mit rum ausklingen.

Auf der hauptinsel santa cruz lernen wir auch „lonesome george“ kennen.

Lonesome george ist die letzte schildkröte seiner gattung also die letzte seiner rasse. Er ist ein herr im besten alter von ca 80 jahren. http://de.wikipedia.org/wiki/Lonesome_George Man hat schon versucht nahe verwandte seiner rasse mit ihm zusammenzubringen. Hübsche attraktive schildkrötinnen … aber nichts passiert. Dann die idee schlechthin: er weiß nicht mehr wie man sex macht also muss jemand her um es ihm zu zeigen. Nichts leichter als das – der spitzenkandidat hierfür ist der dirk diggler der schildkröten: diego aus californien – ein rammler vor dem herrn, hat seine unterart in den letzten jahren mit seiner manneskraft allein gerettet! Yeah, zeigs ihm diego!

Die idee die dahinter steckt: diego soll ihm „zeigen“ wie man sex macht :-) Leider hat die aktion nicht gefruchtet (im wahrsten sinne des wortes). Lonesome george konnte diego nicht ausstehen!

Das traurige ende der geschichte: wenn lonesome george nicht mehr lebt ist diese schildkrötenart auf der erde ausgestorben. Es sei denn man kann ihn doch noch animieren mit seinen nahen verwandten….

Genossen haben wir auch die bunte mischung der truppe an bord. Und wie immer haben wir uns mit fast allen gut verstanden. Bis auf den einen aussreisser den es halt immer gibt…dabei waren belgien, england, schottland, irland, japan, israel, ungarn, spanien, schweden, italien, mexico, österreich und deutschland. Hoffentlich haben wir jetzt niemanden vergessen. Irgendwann kam dann raus, dass die mexikanerin für beiersdorf in mexico city arbeitet und die belgierin für procter und gamble im packaging. Aber über arbeit wollten wir eh nicht reden. Haben wir aber dann doch gemacht und heraus kommt dass jeder grossen respekt vor anderen hat und wir feststellen, dass wir alle nur mit wasser kochen. Kann es sein, dass die oberen uns da manchmal bewusst ein bisschen angst vor den anderen machen um den ehrgeiz zu befeuern, aber auch die nagst und die nächste kündigungswelle….

ne tolle zeit haben wir auch mit neil dem iren. Hat seinen job gekündigt und ist für unbestimmte zeit auf reise. Und überlegt sich in ruhe was er machen will. Und wirkt dabei sehr klar und zielgerichtet! Toller typ mit tollem humor. Ire halt! Wir haben mit ihm am meisten spass. Passt gut!

Omer und shelly aus israel sind auch ne marke für sich. Beide um die 25, supernett und offen, keine religionsfanatiker. Wir kommen super mit ihnen zurecht. Die israelis sind so schon faszinierend. Eine beobachtung machen wir in diesem jahr immer wieder. In der gruppe sind Israelis unausstehlich. Laut, unsensibel gegenüber der gastgebenden kultur, arrogant und wissen alles, aber auch alles besser. Einzeln oder als paar sind sie aber total offen und interessant, angenehme menschen. Mit omar und shelley haben wir viel spass. Eines abends fragen wir nach ihrer meinung zur problematik palästina – israel. Sie sagen, dass die schuld ganz alleine bei den Palästinensern liege, die hätten den ersten stein geworfen. Und dann geht es auge um auge, zahn um zahn. Viel diskussion ist da nicht möglich. Sie sagen auch, dass sie die kritische haltung europas nicht verstehen können und dass sie registrieren, dass die usa auf ihrer seite sind, denn da stört sich die öffentlichkeit nicht an israel. Es ist auf jeden fall eine spannende nicht alltägliche diskussion die wir führen.

Lat but not least, unsere japaner, kyoshi und mitsu (äh, oder so, sorry!). Vater und tochter auf reise. Kyoshi und mitsu verstärken unseren wunsch, japan zu bereisen. Alle japaner die wir treffen sind freundlich, offen und für unsere verhältnisse auch verrückt, zumindest schräg. Ja, das land nummer eins das dieses jahr unsere neugier geweckt hat ist japan! Zurück zu unseren beiden. Mitsu trägt bei unseren landausflügen immer ein paar leichte weisse baumwollhandschuhe mit aussparungen für zeige- und mittelfinger. Auf nachfrage sagt sie uns mit einem lächeln die handschuhe seien als schutz gegen das sonnenlicht. Klar, in japan ist ne weisse hautfarbe angesagt. Die aussparungen an zeige- und mittelfinger seien für das besserer bedienen technischer geräte wie kameras da….super!!!

am letzten tag fällt die gute mitsu beim einsteigen ins schlauchboot am strand samt ihrer 2 megakameras + taschen (typisch japanisch halt) ins wasser. An bord stellt sich heraus dass auch nach föhnen die kameras nicht mehr funktionieren. Sie lächelt und sagt, dass sie die kameras wohl mal zur inspektion bringen muss…und gott sei dank sei ihr das am ende des urlaubs passiert. Ja, bloss nie das gesicht verlieren. Beindruckt sind wir aber allemal über diese geisteshaltung! Wir hätten ne krise und schreikrämpfe bekommen.

bei einem mittagessen schneidet joachim das thema walfang an. Er erkundigt sich, warum japan noch wale jage und wie das thema in der bevölkerung betrachtet wird.

Mitsu, wie immer höflich, erzählt sie hätte zwei gerüchte gehört, wüsste aber auch nicht was da dran sei. Japanische höflichkeit…. nummer eins, tusch, die usa würden verbreiten dass die wale bedroht seien damit sie mehr rindfleisch in japan verkaufen können. Nicht schlecht….jetzt kommts besser, nummer zwei, tataaaa, es gibt genügend wale und diese würden soviel fische verzehren, dass deswegen die fischpreise gestiegen sind. Na, das nennt man doch mal gelungene lobbyarbeit….

Kyoshi erzählt dass japan nicht genug lebensmittel hat und auf die ressourcen der see, und zwar auf alle, angewiesen ist. Ausserdem habe das essen von walfleisch in japan eine lange tradition. Vor 200 jahren habe ein kaiser dem japanischen volk nur wenige nahrungsressourcen zugestanden. Wale gehörten dazu. Joachim sagt, dass er das verstehe. Aber das traditionen und gebräuche sich ändern können, zumal ja auch genügend alternativen zur verfügung stehen. In deutschland habe man früher auch pferdefleisch verzehrt und das mache man heute ja auch nicht mehr. Worauf kyoshis augen leuchten. Ja, pferdefleisch seie sehr lecker und manchmal bekommt man das auch in japan. Köstlich sei es roh mit knoblauch…gut, hier geben wir mal auf. Save the whales, sink the ships!

fazit:

  1. Multikulti ist toll und unglaublich bereichernd.
  2. Mit israelis kann man nicht über palästina diskutieren.
  3. Mit japanern kann man nicht über walfang diskutieren.
  4. Und nicht jeder ältere belgische herr der mit einer jungen frau reist ist ….. aber das ist eine andere geschichte.

So, nu wisst ihrs! Soviel zu unseren kulturellen erlebnissen.

Nach 7 tagen erlebnisreichen tagen gehen wir echt zufrieden von board. Was ein einmaliger toller trip. Wir können es jedem nur wärmstens empfehlen. Es ist sehr teuer – aber definitiv eine reise wert – eigentlich schon ein muss! Also kinners – spart kräftig und gönnt euch dieses erlebnis – einzigartig auf dieser welt.

Da wir noch mehr sehen wollen bleiben wir nach ende unserer kreuzfahrt noch ne knappe woche auf den galapagos. Wir wollen auf nen vulkan und joachim will tauchen. Davon im nächsten bericht…

Ecuador – Galapagos Inseln Teil 1 – 22.09.2009

Dezember 7, 2009 von sabim

es wird wahr – wir fliegen zu den galapagos inseln. Vor unserer weltreise war uns klar: da müssen wir auf alle fälle hin. Ist nicht billig, um es genauer zu sagen: es ist sau teuer, aber alle mal etwas besonderes und einmaliges und dafür haben wir budgetiert. Danke an alle die vorher davon geschwärmt haben. Ihr habt recht oder evtl. noch untertrieben!

Mit dem billigsten flug von tame airlines (danke fürs upgrade in die business class), fliegen wir von guayaquil nach san cristobal. Am flughafen von guayaquil wird für 10 dollar erstmal ein galapagospass in form einer checkkarte gekauft. Ohne den kein einlass. Beim verlassen des flugzeuges werden jedem passagier die hände desinfiziert und er läuft durch ein fussbad. Dann wird der galapagospass vorgezeigt und man darf die 100 dollar eintritt in den nationalpark zahlen. Zum schluss wird das gepäck dann hinter einer sperre aufgebaut und ein suesser labrador schnueffelt sich durch den haufen koffer und rucksacke. Auf der suche nach verbotenen äpfeln und mehr…das hat alles ein bisschen gedauert. Ist man aber erstmal raus aus dem flughafen wird man mit einer 2 minütigen taxifahrt ins zentrum des örtchens entschädigt. Kürzer geht nimmer…

San Cristobal ist die zweitgrösste besiedelte insel von galapagos. Vor ort wollen wir uns ein boot suchen und eine 7-tages cruise machen.

Aber erst einmal ein paar eckdaten zu den galapagos inseln:

die galapagos inseln sind ein Archipel im östlichen Pazifischen Ozean, rund 1000 km westlich von Südamerika. Sie gehören zu ecuador.

Die inselgruppe besteht aus 14 grösseren inseln (isabela, santa cruz, san salvador, fernandina, san cristobal, floreana, marchena, espanola, pinta, santa fe, genovesa, pinzon, baltra und rabida) und über 100 kleineren winzigen inseln.

Auf den Inseln leben offiziell 19.184 Einwohner (2006). Fünf Inseln sind besiedelt: Santa Cruz (12000), San Cristóbal (5000) , Isabel (2000) und Floreana (100). es ist also davon auszugehen dass floreana nicht mehr allzu lang besiedelt sein wird…

Die galapagos inseln sind vulkanischen ursprungs.

Obwohl die Inseln in der Nähe des Äquators liegen, ist das Klima aufgrund des mit 20 Grad Celsius relativ kühlen Meerwassers (vom Humboldtstrom und von aufsteigendem Tiefenwasser) eher gemäßigt. Dieses nährstoffreiche Tiefenwasser wiederum ist verantwortlich für den Artenreichtum rund um den Archipel. Aufgrund ihrer Entfernung von anderen Landmassen zeichnen sich die Galapagosinseln durch eine Vielzahl endemischer Tier- und Pflanzenarten aus (endemisch = dh nirgends anders wo auf der erde). Die Einführung fremder Arten, sowie die Jagd haben im 19. Jahrhundert viele dieser einzigartigen Tierarten (z.B. die Galapagos-Riesenschildkröte) fast zum Aussterben gebracht.

Galápagos ist ein wahres Naturparadies für die einzigartigen Lebensformen, die sich hier inmitten einer vulkanischen Welt in Jahrmillionen entwickelt haben. Für die Besucher faszinierend ist die Furchtlosigkeit, die sich die Tiere durch das Fehlen von natürlichen Feinden auf den Inseln bewahrt haben. Ein Besuch auf den Inseln ist eine Offenbarung für jeden Naturfreund: Seelöwen dösen am Strand und auf den Wegen. Meeresechsen, die aussehen wie kleine Drachen, liegen auf dunklem Basalt und lassen sich die Äquatorsonne auf die Stachelhaut scheinen. Galápagospinguine laufen in kleinen Grüppchen vorbei, um sich nach kurzer Überlegung ins Wasser zu stürzen. Die gefiederten Galápagos-Schönheiten sind einzigartig: die im Sturzflug tauchenden Braunpelikane, die tanzenden Blaufusstölpel und die lautstarken Rotschnabel-Tropikvögel im Balzflug! Und und und

Die galapagos inseln sind insbesondere von charles darwin und seiner evolutionstheorie bekannt geworden.

Puuuhhh lange einleitung – aber trotzdem versucht kurz zu halten. Über die galapagosinseln kann man ein buch schreiben. Haben glauben wir auch schon ein oder zwei gemacht.

Wo waren wir? Ah in san cristobal. Ein kleines überschaubares inselchen mit einem kleinen überschaubaren örtchen. Es gefällt uns sehr gut.

Wir quartien uns in dem wunderhübschen casa blanca ein. Das hotel wird von einer künstlerin geführt was sich in der gestaltung der zimmer wiederspiegelt. Alles sehr speziell und individuell. Teilweise bisschen verrückt. Sehr schön ist es. Und wenn wie ja schon beschrieben ecuadors historie bei misswahlen ja nicht gerade von erfolg verwöhnt wird, die familie vom casa blanca ist die ausnahme. Alle inkl. Hund sind ausgesprochen hübsch.

die suche nach einem boot, katamaran oder jacht geht los. Also raus aus der hütte und auf die suche.

Am pier sehen wir schon die ersten seelöwen, sie grunzen friedlich und zufrieden vor sich hin. Sie sind überall: am steg, auf ner bank, auf dem gehweg – einfach überall. Sie lassen sich durch die menschen und glotzenden touris wie wir nicht aus der ruhe bringen. Sie rutschen, hopsen auch nicht weg wenn man ihnen zu nahe kommt – höchstens mal ein lauter grunzer gibt uns zu verstehen dass wir nicht näher kommen sollen. Tolle tiere.

Wir klappern einige reisesbüros ab, fahren zu den im hafen liegenden booten mit dem wassertaxi direkt hin und fragen nach last minute angebote. Am ende entscheiden wir uns für die galaxy – eine first class jacht … hört hört :-) da nebensaison ist zahlen wir weniger als die hälfte des normalpreises. Trotzdem noch teuer – aber man gönnt sich ja sonst nix – hö! :-) kleiner tipp für alle die auf die galapagosinseln wollen: am besten buchen sich kreuzfahrtpakete von quito aus. Da aber rumfragen und den rückflug drei tage später terminieren. So kann man noch tuachen oder sich andere inseln anschauen! Unser deal vor ort war zwar gut, aber von quito aus gebucht hätten wir auch nur 30 dollar mehr bezahlt.

auf san cristobal können wir nur wärmstens das reisebüro www.sharksky.com empfehlen. Sie, tina, schweizerin und er, manolo, ecuaodrianer. Super lieb, super nett, super hilfreich.

die galaxy yacht ist eine 35 meter motorjacht und bringt 16 personen in neun komfortablen doppelzimmern unter, ein komlettes deck mit speiseraum, einer lounge inkl. tv dvd, bar und ein separates sonnendeck.

Bevor wir an board gehen noch schnell das nötigste / wichtigste besorgen: pillen gegen seekrankheit (man weiss ja nie!), schoki und rum :-) ach ja, und einen wetsuit + schnorchelausrüstung haben wir bei unserem deal noch kostenlos rausgeschlagen. Ein wetsuit ist hier auf alle fälle notwendig – die wassertemperatur beträgt so ca. 20 – 22 grad. Da schnorchelt man nicht lang… Also noch schnell rein in die klamotte, eng aber passt und gut ist.

am nächsten morgen werden wir mit den dingis (motorisierte schlauchboote) abgeholt und beziehen unser zuhause für die nächsten 7 tage. Unsere kajüte ist kompfortabel, schön, gross und mit eigenem bad, doppelbett und grossem fenster. Herrlich. Auf dem boot treffen wir auf 2 mitreisende: der japaner kyoshi mit seiner tochter mitsu (oder so…sorry). Die zwei werden uns die nächsten tage noch köstlich unterhalten.

Wir sind gespannt denn der flieger vom festland mit unseren mitreisenden ist gelandet. Wer wird wohl noch aufs boot kommen? Wahrscheinlich eher ältere herrschaften – bei den preisen. Oh je und hoffentlich bitte bitte keine amis.

Wir haben glück: ausser dem japanischen vater liegt der altersdurchschnitt bei ~ 30 jahren. Wie geil ist das denn? Wir sind echt erleichtert. Schliesslich verbringen wir die nächsten tagen auf „engem“ raum mit diesen leutchen.

Mit an bord kommt nun auch unser guide für die nächsten tage: senora janet.

dann bekommen erst einmal alle einen begrüssungscocktail, die restliche crew – schön in weisser uniform :-) – wird vorgestellt, dann werden die zimmer bezogen. anschliessend security einweisung – mit schwimmweste anziehen usw.

das boot ist herrlich – quasi ein schwimmendes hotel mit genügend platz für alle. Wir sind happy. Hier lässt es sich 8 tage und 7 nächte aushalten.

Dann geht’s auch schon zum mittagessen über – wow was eine leckere küche – kompliment an den koch.

Und dann wird auch schon der anker eingeholt und los geht unsere galapagosreise …..

hier mal ein grober überblick zu unseren tagesabläufen:

06:45 wake up call

07:00 frühstück

08:00 wanderung auf einer insel

09:30 schnorcheln

11:00 zurück an board

12:00 mittagessen

14:00 oder 15:00 uhr besichtigung einer insel

16:30 schnorcheln

17:30 zurück an board – kleiner snack wird gereicht

19:00 abendessen

straffes programm – oder ? :-)

bleibt dran, im nächsten bericht kommen unsere erlebnisse …. und das nicht wenige!

schiff ahoi ihr lieben …

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Ecuador – Guayaquil 18.09.2009

Dezember 5, 2009 von sabim

so auto gepackt und looooos geht’s. Haben wir schon erwähnt wie toll es ist einen mietwagen zu haben? :-)

Da wir mobil unterwegs sind entschließen wir uns nicht auf der normalen route nach guayaquil zu fahren sondern einen schlenker quer durch einen nationalpark zu machen. Am parkeingang wird das auto auf „parktauglichkeit“ ?! Geprüft. Bald wissen wir warum. Ohne allrad geht hier gar nichts. Teilweise führt der weg durch einen fluss oder so steil den berg hoch dass sabine schon panik hat das auto kippt gleich nach hinten um. Aber simone und joachim gefällts ….. yeah ralley feeling kommt auf.

Die landschaft besteht zu 100% aus verdorrten büschen und ausgetrockneten bäumen. Irgendwie beeindruckend aber auch echt trost- und leblos. dabei leben die pflanzen aber noch sehr wohl – sie haben sich nur der natur angepasst und sobald die regenzeit losgeht erblüht wieder alles.

gen nachmittag erreichen wir guayaquil. Unser guesthouse ist, trotz grossstadt relativ schnell gefunden – dank joachim.

Guayaquil ist mit 2,2 mio einwohnern die grösste stadt ecuadors.

tja, die stadt ist nicht schön aber auch nicht hässlich. Irgendwie passiert hier aber auch nicht viel. Sie döst so vor sich hin – muss man aber ehrlich gesagt auch nicht gesehen haben.

Das highlight der stadt soll der stadtteil las penas (historisches viertel) sein, für den die stadt auch kräftig in der tourismusbranche wirbt. 400 treppenstufen geht’s hinauf auf den hügel. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen.

mit dem taxi geht’s in die stadt (mietwagen haben wir schon abgegeben). Erst einmal ein käffchen trinken. Gesagt getan. Das besondere hierbei: in der mitte des tisches steht ein krug mit brauner kalter flüssigkeit. Hm – was ist das denn ?

Dann bekommt jeder eine tasse heisse milch und wir sitzen alle etwas bedeppert da. Und wo ist der kaffee?

In dieser gegend ecuadors leert man in seine tasse heisse milch eine kalte kaffeeessenz hinein. Jetzt wissen wir auch was in dem krug vor uns drin ist: kalte kaffeeessenz!!

trinkt man den kaffe ohne milch bekommt man ne thermoskanne mit heissem wasser auf den tisch gestellt – interessant oder?

So frisch gestärkt suchen wir den weg zu las penas. wir fragen einen ecuadorianer und er weist uns den weg aber mit der bitte schnell von hier wegzugehen !? Ok! Wir folgen seiner wegbeschreibung (ist bei südamerikanern immer sehr speziell und meistens falsch :-) ) und stapfen eifrig die ersten treppen nach oben. Schön ist es hier … zwar heruntergekommen aber halt echt. Plötzlich rufts aus jeder richtung, sogar von einem balkon, dass wir hier falsch sind …. wir müssen 500 meter nach rechts gehen, da ist dann der richtige „eingang“. Was uns noch stutziger macht ist dass die menschen ständig peligroso peligrose – also „gefährlich“ rufen.

Ok, wir haben uns echt nicht unwohl oder bedroht gefühlt. Von einer gefährlichen situation mal ganz abgesehen. Aber hier muss es wohl für touristen nicht so lustig sein.

Deshalb, 500 meter nach rechts und nun stehen wir vor dem richtigen „eingang“. Eigentlich nicht zu übersehen. Überall polizisten und alles hübsch gestrichen und renoviert. Schööööön für die touris hergerichtet.

Wir steigenn die 400 stufen nach oben und haben einen sehr schönen blick auf guayaquil. Erwähnenswert sind auch die eisentore, die links und rechts, den neuen renovierten touriteil vom alten rotten teil abtrennen. Diese tore werden nachts geschlossen!

Fazit: der alte, für touristen verbotene teil, hat uns besser gefallen :-)

ausser las penas ist guayaquil noch für seinen park „parque bolivar“ bekannt. Hier leben leguane. Die urzeitviecher haben sich bei dem aufbau der stadt in diesen park zurückgezogen und leben seitdem munter und fröhlich zwischen all den touristen und einheimischen. Ein stranges bild ….

so genug sightseeing :-) die mädels gönnen sich einen leckerem kaffee und ein beachtlich super schmeckendes quiche während joachim ins stadion geht.

Ecuador ist ja bekanntlich nicht die wiege des schönen lateinamerikanischen fussballs aber wenn in der stadt derby ist und man sich die karte als westler auch noch leisten kann…anschauen!

Guayaquil hat zwei Fussballklubs. Zunächst SC Emelec, in blau weiss und dann den Barcelona SC. Benannt nach dem Stadtteil, aber die Vereinsfarben sind identisch zum Namensvettern aus Europa. Schnell hin mit dem Taxi, rein ins Stadion und auf die billigen sitzplätze. Das spiel ist fürchterlich und erinnert an schlimme zweitligaspiele der 90er…es endet 0:0. was nicht so schlecht ist denn so bleibt alles friedlich. Selbst die cheerleaderveranstaltung in der pause war zum schnarchen. Ecuador ist ja nicht gerade für die grossen erfolge bei miss world wahlen bekannt. Am besten war der stadionhotdog und das happy hour bier ab der 75.minute. Da gabs das bier zum halben preis. Nachahmenswert!!!

so nun ist es an der zeit abschied zu nehmen. von guayaquil fällt es nicht schwer aber dafür gaaaaaaaanz schwer von simone. Wir sind ein super team gewesen und es hat viel spass gemacht dich in unserer mitte zu haben. Wir haben die zeit mit dir sehr genossen. Waaaaahnsinn wie schnell die zeit vergangen ist. Wir werden dich vermissen. Danke dass du uns besucht hast.

Wir hoffen du hast eine gute heimreise. In unseren herzen wirst du stets mit uns reisen.

Kiss ahoi liebe simone, fühle dich gedrückt von uns. We love you